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20-jähriges Jubiläum von Meisterschaft und Aufstieg

Im Mai 2022 jährt sich – ein Jahr nach der Reserve-Meisterschaft 2001 – zum 20. Mal die A-Klassen-Meisterschaft der Ersten Fußballmannschaft des TV 23 Eckersmühlen in der Saison 2001/2002. Nach dem erstmaligen Abstieg in die damals niedrigste Klasse zwei Jahre zuvor war es für die Eckersmühlener so etwas wie eine Wiederauferstehung und der Grundstein für erfolgreiche Jahre, die ihren Höhepunkt 2006 mit dem allerdings um Haaresbreite verpassten Bezirksliga-Aufstieg finden sollten.

Erst 20 Jahre her und doch bereits die „gute, alte Zeit“, möchte man sagen. Zumindest hinsichtlich dem, was während und nach den Spielen auf den Sportplätzen los war. Man konnte auf Amateurfußballplätzen im Allgemeinen und Eckersmühlen im Besonderen noch von „Zuschauerkulissen“, einer zweistelligen Zahl von Auswärtsfans („Schlachtenbummlern“) und einer gut besuchten „Dritten Halbzeit“ im Sportheim und nach Auswärtsspielen in Gastwirtschaften im Ort (Stichwort „Vorschlag“) schreiben und sprechen.

Sei’s drum und genug der kritischen Anmerkungen, denn wir wollen ja auf ein positives Jubiläum zurückblicken, zudem noch ein Verweis auf die Seite https://www.tv-eckersmuehlen.de/veroeffentlichungen, wo nach und nach auch alle Fußball-Kuriere von damals online gestellt werden. Einige „Highlights“ aus diesen Kurieren gibt’s aber etwas komprimierter bereits in unten stehender Galerie „Impressionen von damals“ – besonders lesenswert dabei die damaligen Einschätzungen von Trainer Hans Lindner… Zudem viele, bisher unveröffentlichte Fotos von damals vom Trainingslager in Železná Ruda (Tschechien) 2001 vor Rundenbeginn über Spielszenen und Jubelbilder…


Der Saisonrückblick 2001/2002

Spannend bis zum Schluss verlief die Saison 2001/2002 in der Fußball-A-Klasse Jura Nord. Am Ende machten aber letztlich doch die beiden Teams das Rennen, die schon zur Winterpause auf den Plätzen eins und zwei – allerdings in umgekehrter Reihenfolge – lagen. Nach zwei bzw. einem Jahr Abstinenz kehren Meister TV 23 Eckersmühlen und „Vize“ TSV Pfofeld in die jeweiligen Kreisklassen zurück. Auf der Strecke blieben mit der DJK Obererlbach das beste Team nach der Winterpause und der Tabellenvierte TSV Ramsberg. Während die DJK im Jahr 2002 nur noch ein Spiel verlor, waren es bei Ramsberg deren zwei. Obererlbachs 1:8 (!) am vorletzten Spieltag beim Showdown in Eckersmühlen war dann allerdings mehr als fatal für die Ferstl-Elf, die zuvor sieben Spiele am Stück gewinnen konnte. Ausgerechnet einen Spieltag vor Schluss zog der TSV Pfofeld, der Platz zwei am 20. Spieltag an Obererlbach verlor, wieder vorbei und ließ zum Saisonfinale mit einem 4:1 gegen den Rother Sportclub nichts mehr anbrennen. Auch Ramsberg musste anerkennen , dass Spitzenreiter Eckersmühlen immer hellwach war, wenn entscheidende Spiele anstanden und so auch am 19. Spieltag eine bittere 0:1-Heimniederlage hinnehmen. Den einzigen weiteren Ausrutscher im neuen Jahr erlaubten sich die Brombachsee-Anrainer mit einem 3:4 in Pfaffenhofen. Welche Dramatik aber spielte sich um den TSV Pfofeld ab. Bis zum elften Spieltag und einem 2:3 in Kammerstein schien der Kreisklassen-Absteiger schier unschlagbar und eine Klasse für sich. Dann folgte am 16. Spieltag mit einem 1:3 in Obererlbach Niederlage Nummer zwei, die aber weniger ob des Ergebnisses als vielmehr wegen einer schweren Verletzung von Keeper Andy Heid fast das Aus aller Aufstiegsträume für den Ex-Bezirksligisten gebracht hätte. In einer guten Mannschaft hatte er während der ersten Saisonhälfte eindeutig herausgeragt und die Minimalisten aus Pfofeld mit einigen „Shoot-Outs “ oben gehalten. Es folgten fünf Spiele ohne Sieg, die wohl den Zeitraum der Verletzung eingrenzen und während derer man teilweise nur Vierter war. Auch wegen den starken Auftritten Obererlbachs gab da keiner mehr einen Pfifferling auf den TSV. Fünf Siege am Stück zum Abschluss der Saison rissen das Ruder aber noch einmal herum und brachten Pfofeld ein Happy-End. Meister TV 23 Eckersmühlen, der seine einzige Niederlage am allerersten Spieltag beim 1:2 in Pfofeld einstecken musste und danach in 25 Spielen 17 Siege einfuhr, bekam wie Pfofeld nach dem Jahreswechsel sein Zipperlein. Mehr schlecht als recht kamen die Eckersmühlener Youngster (Durchschnittsalter 23 Jahre) nach eigentlich gut verlaufener Vorbereitung aus den Startlöchern, quälten sich zu hauchdünnen Erfolgen über die Kellerkinder Abenberg (2:1), Kalbensteinberg (1:0) und Kornburg (2:0) und schienen nach der Unentschieden-Serie gegen Kammerstein (1:1 und 2:2), Mühlstetten (2:2) und dem 1:1-Tiefpunkt bei den Schwabacher Türken endgültig an den eigenen Nerven zu scheitern. Vom Hurra-Stil der Vorrunde war auch beim so wichtigen 1:0-Erfolg in Ramsberg nichts mehr zu sehen. Als es drauf ankam und es ihr keiner mehr richtig zutraute, zeigte die Mannschaft von Trainer Hans Lindner (sein erster Titel als Trainer) aber welches Potenzial in ihr steckt. Ein 3:0 im mit gemischten Gefühlen erwarteten Derby gegen den Rother Sportclub stärkte am Kirchweihsonntag 2002 den Glauben wieder. Dass in einem „Finale Furioso“ dann die DJK Obererlbach im Spitzenspiel Erster gegen Zweiter am vorletzten Spieltag mit einem satten 8:1 nach Hause geschickt werden sollte, hielt aber doch keiner für möglich – schon gar nicht die mit ihren Anhängern selbstbewusst in einem Omnibus angereisten Gäste selbst! Es folgte das Eckersmühlener Sahnehäubchen mit dem fulminanten 8:0 bei der Hembacher Reserve und der erste Meistertitel für eine TV-Mannschaft nach 16 Jahren. Autokorso bis nach Hause inklusive!

Abgerundet wurde das erfolgreichste Jahr in der Abteilungsgeschichte der Eckersmühlener Fußballer wenige Wochen später mit Ende der Spielzeiten im Jugendfußball, denn auch die B- und A-Junioren kürten sich mit den Trainer-Legenden Bernhard Bergmann (B-Jugend) und Rolf Würth (A-Junioren) in ihren Spielklassen zu Meistern und machten damit das „Triple“ perfekt. Diese Erfolge sorgten weithin für Aufsehen, was zur Folge hatte, dass sogar das Frankenfernsehen an der Jahnstraße vorstellig wurde und die Vollmannschaft bei der jährlichen Sportlerehrung des Landkreises von Landrat Herbert Eckstein ausgezeichnet wurde.

Impressionen von damals:

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